Ausstellungseröffnung am Donnerstag 02.07.2026 um 19 Uhr // Ausstellungsdauer 03.07. – 16.08.2026 // Die Ausstellung ist 24h am Tag einsehbar

Umbau III – 3 x Solo
ist der drite Aufschlag der von Dirk Teschner kuratierten neuen Ausstellungsreihe im STRouX. In den drei Pförtnerlogen im Atelierhaus Prenzlauer Promenade 149-152, zeigen Jessica Buhlmann, Anne Mundo und Markus Wirthmann ortsbezogene, aktuelle Arbeiten.
Jessica Buhlmann – Excavations, Installation aus Armierstahl und Schnüren, 2026
Jessica Buhlmann arbeitet prozesshaft mit Fundstücken aus urbanen Zwischenräumen und untersucht die Transformation von Materialien sowie das Verhältnis von Natur, Architektur und räumlichen Strukturen.
Für Excavations verwendet sie deformierten Armierstahl aus abgerissenen Gebäuden. Das Material, das einst Teil einer tragenden architektonischen Struktur war, setzt sie zu einer eigenständigen Formensprache zusammen und führt so seinen Lebenszyklus fort. Dabei entstehen fragile Ordnungen zwischen Rekonstruktion und Auflösung.
Eingefärbte Schnüre umwickeln und verbinden den Stahl. Wie ein textiles Geflecht legen sie sich über die industrielle Härte des Materials und erzeugen Spannungsfelder zwischen Stabilität und Fragilität, Innen und Außen sowie Konstruktion und Veränderung.
Es entstehen hybride Körper aus Metall und Textil, in denen die Geschichte des Materials sichtbar bleibt und gleichzeitig weitergeschrieben wird. Die Arbeit versteht Material nicht als abgeschlossenen Zustand, sondern als etwas, das sich fortwährend verändern kann.
Anne Mundo – Kampfpause 2, Reflektionsraum (Nr.5) 2026, Installation mit diversen Materialien
„Kampfpause, 1“, Reflektionsraum (Nr.4), war eine Intervention in der Galerie Parterre, die Anne Mundo im Januar 2026 als einen Schutzraum, aus Papier baute. Es ist ein Reflektionsraum, der im Gegensatz zu einem physischen Schutzbunker ein mentaler und organisatorischer Freiraum. Den schützenden Rahmen bildet das Papiergerüst, indem die Künstlerin zuerst als „Leerraum“ innehalten kann. Ein erzeugter Klang löst ihre vorsichtige, zeichnerische Bewegung aus. Die Linie verläuft über die alltäglichen Schlagzeilen- die Zeitungspapiere, die am Boden aneinandergereiht ausliegen, in den Papierraum hinein. Zeichen werden gesetzt.
Ausgehend von „Kampfpause, 1“, Reflektionsraum (Nr.4) und den unterschiedlichen Ausstellungsgegebenheiten, entwickelt sich die Arbeit „Kampfpause, 2“, Reflektionsraum (Nr.5) in verschiedene Richtungen. Die ortsspezifische Zeichnungsinstallation regt zu Fragestellungen an, die Begrifflichkeit und die symbolische Bedeutung von Schutz und Sicherheit an einem bestimmten Ort, zu einer bestimmten Zeit, thematisieren. Anne Mundos Reaktion auf die derzeitige Polykrise ist die Kunst als Prozess des Reflektieren und als ein Ort, der die Vorstellungskraft fordert und damit eine Fähigkeit trainiert, die die persönliche Widerstandskraft nährt.
Die Künstlerin bezeichnet die Papiere mit Planzeichen, die dem allgemeinen Personenschutz in der Öffentlichkeit dienen. Für STrouX entnahm sie dem Feuerwehrplan der Prenzlauer Promenade Feuerschutzzeichen. Weiterhin sind u.a. Schutzklassenzeichen, Zivilschutz und Kulturschutzzeichen zu erkennen. Auch der Bezug zur DDR Geschichte wird hergestellt: „Anerkannter Bereich vorbildlicher Ordnung, Sicherheit und Disziplin“. Die Loge ist, durch eine bereits vorhandene schwarz-gelbe Trennlinie am Boden, unterteilt. An ihr entlang verlaufen die Zeichnungsbahnen. Der Raum zwischen den Fenstern und den bezeichneten Papieren ist wie ein innerer Raum zu verstehen. Außerhalb dessen befinden sich ein, mit Stoff abgedeckter Bildschirm auf einem Sockel und ein, an die Wand gelehnter Zaun.
Markus Wirthmann – K-Forum Intl. Pop-Up-Manufaktur und Store
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Die Produktion erfolgt umweltverträglich und emissionsarm. Nebenprodukte wie Gedanken und Sprechakte werden an Ort und Stelle entsorgt.
Fotocredits Buhlmann, Wirhtmann: Dirk Tischner
Fotocredits Mundo: Anne Mundo
Kuratiert von DIRK TESCHNER.

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